Am ersten Adventsonntag kommt der Stern ins Fenster. Dieser Stern ist mir besonders lieb: ich habe ihn von meiner Tochter Maria bekommen. Sie wohnt seit einem Jahr in Schweden (so weit weg!) und die milde Licht des Sterns erinnert mich an sie
.
Dann sind die Blumen dran: besonders mag ich den roten Ritterstern, aber auch die weißen sind schön.
Auf demWeihnachtstisch herrscht allerdings die Königin: die Weihnachtsrose. Sie erinnert mich an meine Kindheit, die ich in bedeutend wärmeren Gegenden verbracht habe und wo die Weihnachtsrose oft zu Weihnachten blühte. In Finnland habe ich auch eine schöne, große Pflanze vor dem Haus: sie blüht aber meistens zu Ostern oder auch erst im Sommer. Zum Glück verstand unser Blumenhändler auch diese anmutige Blume zu importieren.
Am zweiten Adventsonntag kommt das Pfefferkuchenhaus auf den Tisch. Es ist eine sehr schöne Tradition: meine Tochter Eeva backt und bastelt es jedes Jahr zusammen mit ihrer Freundin Marja und das seit über zehn Jahren. Ich bewundere diese einzigartige Freundschaft zwischen den beiden; Marja ist fast vierzig Jahre älter als meine Tochter und die Freundschaft besteht so lange auch wenn sie nicht mehr täglich miteinander zu tun haben. Deswegen ist mir das wunderschöne Haus so lieb und so teuer!
Langsam füllt sich das Haus mit allerei schönen Sachen: Kerzen, Krippe, kleine Gegenstände zu denen immer eine liebe Erinnerung gehört.
Weihnachtskrippen haben wir schon seit dreißig Jahre gern gehabt, viele haben wir gekauft, viele geschenkt bekommen. Drei haben aber eine besondere Stellung: diejenige, die ich aus meiner Heimat mitgebracht habe, die aus Kempten und die, die mein Mann für mich gebaut hat. Das ist sie:
Die Globalisierung ist auch hier merkbar: die Kinder waren der Meinung, dass Weihnachten ein sehr universales Geschehniss ist und somit alle anderen Tiere dabei sein dürfen: die aus Afrika und aus Spanien mitgebrachten auch.
Die Heilige Familie und eine Kerze haben einen festen Platz in unserem Haus: diese wunderschöne Holzschnittarbeit ist ein Geschenk von meinem gestorbenen Freund aus Kempten. Er hatte keine Familie. Unsere Familie denkt an ihn immer, wenn wir die Kerze anzünden.
Die Fortsetzung folgt.
[...] leave a response Anna erzählt in ihrem Blog über Weihnachtsvorbereitungen in ihrem Heim in Finnland. [...]